Katholikentagsveranstalter fordern weitere Schritte in Ökumene

Katholikentagsveranstalter fordern weitere Schritte in Ökumene

Katholikentag/Medien/Pressekonferenz

Neue Initiativen in der Ökumene fordern die Veranstalter des Deutschen Katholikentags. Das Katholikentreffen in Leipzig zeige, dass die Kirchen in einer entchristlichten Gesellschaft nur gemeinsam überzeugen könnten, sagte die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Claudia Lücking-Michel, am Freitag vor Journalisten in Leipzig. Das Signal von Leipzig sei: "Hier muss sich dringend etwas verändern."

Ohne die Debatte um ein gemeinsames Abendmahl direkt zu nennen, sagte die Theologin: "Das, was uns Kirchen trennt, darf nicht länger wichtiger sein als das, was uns schon verbindet." Einen konkreten Termin für einen dritten Ökumenischen Kirchentag nach Berlin 2003 und München 2010 gebe es weiterhin nicht, räumte die ZdK-Vizepräsidentin ein. "Wir verlieren das aber nicht aus den Augen." Am Katholikentag in Leipzig nehmen nach Lücking-Michels Angaben rund 10 Prozent evangelische Christen teil. Das sei ein Rekordergebnis, bei dem allerdings noch Luft nach oben bleibe.

Lücking-Michel äußerte sich auch zur Debatte um den Diakonat der Frau in der katholischen Kirche. "Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Frauenfrage zu lösen", sagte sie mit Blick auf einen befürchteten Auszug der Frauen aus der Kirche. Dass Papst Franziskus eine Kommission zum Thema Diakonat angekündigt habe, mache Mut. Schon auf der nationalen Synode der westdeutschen Bistümer in Würzburg (1971-1975) sei eine Bitte an den Vatikan formuliert worden, die Einführung des Diakonats der Frau zu prüfen. "40 Jahre nach diesem Appell warten wir jetzt auf eine Antwort."

cas/baj

 

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