Weltkirchliche Hilfswerke rufen "Flüchtlingstag" aus

Sperrfrist 12.30 Uhr

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Weltkirchliche Hilfswerke rufen "Flüchtlingstag" aus

Hilfswerke/Flüchtlinge

Sechs weltkirchliche Hilfswerke haben den Freitag auf dem 100. Deutschen Katholikentag in Leipzig zum "Tag der Flüchtlinge" ausgerufen. In einer Gemeinsamen Erklärung betonten die Präsidenten und Geschäftsführer von Misereor, Renovabis, missio, Caritas International und dem Kindermissionswerk "Die Sternsinger", die Kirche verstehe sich aus der Botschaft Jesu heraus als "Anwältin der Schutzbedürftigen". Bei ihrem Einsatz für Flüchtlinge gehe es um "weltweite Solidarität". So stellten die Werke entsprechend ihrer unterschiedlichen Aufträgen einander ergänzende, umfangreiche Angebote für Flüchtlinge in den Krisenregionen zur Verfügung.

Viele dieser Hilfsprojekte verstünden sich zusätzlich als Beitrag zur Minderung von Fluchtursachen, heißt es in der Erklärung: "Wir weltkirchlichen Hilfswerke fordern und unterstützen eine nationale und internationale Politik, die den Grundsätzen des 'gerechten Friedens' folgt und die Rechte der Zivilbevölkerung achtet." In Deutschland hätten bereits viele Menschen Schutz gefunden und erhofften sich hier ein sicheres Leben in Würde und Freiheit ohne Bedrohung und Überlebenskampf. Deutschland sei durch die 2015 deutlich gestiegene Zahl der Flüchtlinge in vielerlei Hinsicht herausgefordert. Dabei würdigten die Hilfswerke auch den Einsatz der zahlreichen haupt- und ehrenamtlich Engagierten in der Kirche, die den Flüchtlingen helfen würden, sich zu orientieren und sich einzuleben.

Die Aufgabe der Hilfswerke sei es, zuerst die Lebensbedingungen der Menschen in ihren Heimatländern in den Blick zu nehmen und dort solidarisch Hilfe zu leisten, damit sie in ihrer Heimat eine menschenwürdige Perspektive behalten könnten. Dennoch setzten sich die katholischen Hilfswerk zugleich "überall - und also auch bei uns" mit Entschiedenheit für die Anliegen der vor Krieg und Gewalt Zuflucht suchenden Menschen ein. Unterzeichnet ist das Schreiben von Bernd Klaschka (Adveniat), Pirmin Spiegel (Misereor), Peter Neher (Deutscher Caritasverband), Gerhard Albert (Renovabis), Wolfgang Huber (missio München) und Klaus Krämer (missio Aachen und Kindermissionswerk "Die Sternsinger").

baj/cas

 

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