Katholikentag mit "viel Stimmung" gestartet

PK des Veranstalters am Donnerstag

PK des Veranstalters am Donnerstag

Katholikentag mit "viel Stimmung" gestartet

Katholikentag/Medien

Der 100. Deutsche Katholikentag in Leipzig ist nach Aussagen der Veranstalter friedlich und "mit sehr viel Stimmung" gestartet. Zur Eröffnungsfeier mit Bundespräsident Joachim Gauck kamen am Mittwoch 10.000 Menschen, den darauffolgenden "Abend der Begegnung" besuchten 20.000 Personen, wie der Geschäftsführer des Katholikentreffens, Martin Stauch, am Donnerstag bei der Pressekonferenz der Veranstalter sagte. Den Gottesdienst am Fronleichnamstag auf dem Augustusplatz feierten 15.000 Gläubige mit. Alle Großveranstaltungen seien störungsfrei verlaufen.

Auch der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Stefan Vesper, sprach von einem "wunderbaren Fest". Die Videobotschaft von Papst Franziskus auf Deutsch, die bei der Eröffnung gezeigt wurde, sei ein "bewegendes Dokument der Humanität". 

Nach den Worten der ZdK-Vizepräsidentin Karin Kortmann ist der Auftakt zum Jubiläums-Katholikentag, der mit einem Festakt begonnen hatte, von Rückschau und Selbstvergewisserung geprägt gewesen. Dabei sei deutlich geworden, dass es Auftrag des Katholikentags sei, dass sich Christen gesellschaftlich und politisch einbringen müssten. Zugleich verwies sie auf ein großes Engagement der Christen für Menschen in Not. Deshalb sollte von diesem Katholikentag auch ein Zeichen der Zuversicht ausgehen. So müsse die Antwort auf die Flüchtlingsproblematik sein: "Es ist genug für alle da." 

Weiter appellierte Kortmann an die Politik, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Notwendig sei eine neue Verantwortungsgesellschaft, die vorausschauend handle, aber auch die Verantwortung für die Folgen übernehme. In diesem Zusammenhang äußerte sie auch Kritik an dem geplanten Handelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA.

Elke Herrmann, Mitglied des Vorstands im Diözesanrat Dresden-Meißen, lobte den Katholikentag als ein Forum, um über gesellschaftspolitische Probleme ins Gespräch zu kommen. Von diesen Foren gebe es nicht mehr allzu viele. 

baj/cas

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