Debatte um AfD und Katholikentag geht in sozialen Netzwerken weiter

Debatte um AfD und Katholikentag geht in sozialen Netzwerken weiter

Katholikentag/Parteien/Medien

Die Debatte über die Nichteinladung der AfD zum Deutschen Katholikentag geht in den Sozialen Netzwerken weiter. Zu Wort meldet sich a/bajuch die stellvertretende AfD-Parteivorsitzende Beatrix von Storch. "Wenn Grün das neue Schwarz sein soll, machen wir BLAU. Tschüß", kommentierte sie am Mittwoch auf Twitter einen Medienbericht mit der Überschrift "Grün ist das neue Schwarz", der auf die Erkennungsfarbe des 100. Deutschen Katholikentags anspielt. Und in einem weiteren Tweet kritisiert von Storch eine vermeintlich unkritische Haltung des Katholikentags zum Islam. "Kritik am #Islam ist für den @katholikentag wohl haram?"

Die Social-Media-Redaktion des Katholikentags erhält derzeit eine Flut von Kommentaren zum Thema AfD. "Das meiste ist allerunterste Schublade", sagt Social-Media-Redakteur Ernst Mettlach, der auch schon mal als "Agent des Antichristen" tituliert wird. Argumente würden selten vorgebracht.

Seit Mittwoch erhielt die Social-Media-Redaktion des Katholikentags mehr als 1.000 Kommentare über Twitter und Facebook. Weitere Themen waren die teilweise Förderung des Christentreffens durch Steuergelder von Bund, Land Sachsen und Stadt Leipzig sowie der Unterrichtsausfall an Leipziger Schulen durch den Katholikentag.

Mit Blick auf die staatliche Unterstützung hatte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, am Mittwoch erklärt, die Stadt Düsseldorf gebe in diesem Sommer als Gastgeber einer Etappe der Tour de France deutlich mehr Steuergeld aus als der Katholikentag in Leipzig. Katholiken hätten wie andere Bürger auch das Recht auf öffentliche Förderung.

cas/baj

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