Sternberg: Freundschaft zum Nachbarland Polen neu beleben

Sternberg: Freundschaft zum Nachbarland Polen neu beleben

Katholikentag/Parteien/Polen

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hat dazu aufgerufen, den Austausch mit dem Nachbarland Polen neu zu beleben. Derzeit drohe eine der größten Errungenschaften nach dem Zweiten Weltkrieg, die Freundschaft mit diesen Nachbarn, verloren zu gehen, sagte Sternberg am Mittwochabend in Leipzig. Er äußerte sich beim Empfang der Grünen beim Katholikentag.

Sternberg betonte, bei dieser neuen Annäherung spiele auch die Kirche eine wichtige Rolle. Er erinnerte an den Briefwechsel von polnischen und deutschen Bischöfen im Jahr 1965. Sie hätten damals den Grundstein für eine Versöhnung der beiden Länder gelegt.

Erneut verteidigte er den Ausschluss von AfD-Parteimitgliedern von den Podien auf dem Katholikentag. Ihre Äußerungen stellten einen Angriff auf die deutsche Verfassung dar. Heftig kritisierte er in diesem Zusammenhang den bayerischen AfD-Vorsitzenden Petr Bystron, der gesagt hatte, dass die Kirchen eine weitere Zuwanderung von Flüchtlingen aus finanziellen Gründen anstrebten.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Karin Göring-Eckardt, befürwortete den Ausschluss. "Wir stehen zu Ihrer Entscheidung, die AfD nicht einzuladen", erklärte sie. Sie warb für ein gemeinsames Miteinander bei der Integration von Flüchtlingen. Die Kirchen sorgten auch dafür, dass es für viele Flüchtlinge "ein geistliches Zuhause" gebe.

wil/cas

 

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