Von Ikonen, Kirche in der DDR und neue Gotteshäuser

Von Ikonen, Kirche in der DDR und neue Gotteshäuser

Kunst/Ausstellungen

Auch Kunstfreunde kommen beim Katholikentag in Leipzig auf ihre Kosten: Es gibt fünf Ausstellungen, die sich mit sehr unterschiedlichen Themen beschäftigen: In der Klinik für Psychiatrie zeigt die Medizinerin und Künstlerin Susan Blasius aus dem fränkischen Alzenau ihre Werke, bei denen sie das Thema Krankheit verarbeitet. Leitsatz für ihre Malerei und ihre Skulpturen ist "Passio - vom Leben gezeichnet, zu Wort gekommen". Die Texte hat der Mediziner Steffen Glathe aus Altenburg verfasst. 

Wer es eher historisch mag, ist bei der Ausstellung "Credo - Kirche in der DDR" richtig. Sie präsentiert Fotos vom kirchlichen Leben in der DDR in den 1980-er Jahren. Ausgestellt werden die Bilder im Museum der bildenden Künste.

Ikonen aus dem Diaspora-Land Schweden zeigt eine andere Schau. Gemalt sind sie auf gebrauchten Zeltbahnen, die sogar Gebrauchsspuren aufweisen. In der neuen Propsteikirche Sankt Trinitatis, die erst im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde, sind diese Werke des schwedischen Künstlers Mats Hermansson zu sehen.  Den Kirchbau in Deutschland in Text und Bild können Interessierte dort ebenfalls studieren. Dabei handelt es sich in der Schau "Straße der Moderne" um zeitgenössische Gotteshäuser aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Besonders berücksichtigt werden dabei die liturgie-historischen und die pastoralen Aspekte.

Zukunftsweisend ist die Ausstellung mit dem Katholikentagsmotto "Seht, da ist der Mensch". Das Besondere: Die Schau wird nicht nur beim Leipziger Katholikentag, sondern auch anlässlich des bevorstehenden Reformationsjubiläums im kommenden Jahr in Magdeburg gezeigt. In der Elbestadt soll sie thematisch noch ergänzt werden. In der Leipziger Baumwollspinnerei indes wird das Thema Mensch in den unterschiedlichsten Facetten auf Fotos, Bilder und durch Skulpturen, Videos und Installationen künstlerisch umgesetzt. 

wil/baj

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