Aus Norwegen, Tschechien und ganz Deutschland - Ehrenamtliche Helfer auf dem Katholikentag

Aus Norwegen, Tschechien und ganz Deutschland - Ehrenamtliche Helfer auf dem Katholikentag

Katholikentag/Helfer

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und die gastgebende Diözese Dresden-Meißen erwarten rund 50.000 Teilnehmer beim 100. Deutschen Katholikentag in Leipzig. Eine Veranstaltung dieser Größenordnung braucht gute Organisation - und viele helfende Hände.

Etwa 2.000 ehrenamtliche Helfer unterstützen die Organisatoren, sagt Jennifer Dresch. Sie ist Ansprechpartnerin für alle Ehrenamtlichen. In Leipzig übernehmen sie vor allem den Auf- und Abbau auf den Veranstaltungsplätzen, machen Einlasskontrollen, sorgen für die Sicherheit aller Teilnehmer und die Verpflegung aller Mitwirkenden.

Der Großteil der Helfer ist zwischen 20 und 35 Jahre alt, so Dresch. Doch Ausnahmen gibt es immer: "Unsere älteste Helferin ist 1934 geboren, also über 80 Jahre alt. Der jüngste wird diese Woche 16." Und damit hat er Glück: Die Helfer müssen mindestens 16 Jahre alt sein.

Den weitesten Weg hat ein Mann, der aus Norwegen zum Katholikentag angereist ist. Einige Helfer kommen aus Tschechien, die meisten natürlich aus ganz Deutschland, "von Föhr bis Passau". So auch eine Gruppe aus dem Nord-Westen, die die größte Formation bildet: mit insgesamt 94 Personen zwischen 16 und 40 Jahren unterstützen sie den Katholikentag, erklärt Dresch. Zum Helfen haben sich sowohl Gruppen, als auch Einzelpersonen gemeldet. "Viele stammen aus der kirchlichen Jugendarbeit und Erwachsenenverbänden."

So auch Michaela Adelkamp: In ihrer Heimat Neumarkt in der Oberpfalz ist sie in der Kolpingsfamilie aktiv und unterstützt Projekte für Menschen aus Togo. Vor sechs Jahren in München arbeitete sie das erste Mal ehrenamtlich für den Katholikentag, seitdem ist sie jedes Mal dabei. "Bis jetzt habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht" erzählt sie: Die Stimmung sei immer gut und sie habe Menschen getroffen, "mit denen ich auch jetzt noch Kontakt habe", sagt Adelkamp, die als Lehrerin an einer Förderberufsschule arbeitet. Zurzeit sind dort Pfingstferien, sodass sie nach Leipzig reisen konnte.

In den vergangenen Jahren jedoch hat sie sich Urlaub genommen - Sonderurlaub. Zwei Tage pro Jahr sind für ehrenamtliches Engagement möglich. Und die nutzt sie gerne, um beim Katholikentag ehrenamtlich dabei zu sein.

rst/cas

Diese Seite teilen