Vom Katholikentagsteller bis zum Leipziger Allerlei

Verpflegung auf dem Katholikentag / Seite 586

Katholikentag/Buntes/Ernährung

Nicht nur geistige, sondern auch leibliche Nahrung sucht der Katholikentagsbesucher. Nach Foren und Diskussionsrunden, Podien und Gottesdiensten ist Essen und Trinken dringend vonnöten. Und auch bei diesem Thema ist der 100. Deutsche Katholikentag in Leipzig gut aufgestellt. Die Gastronomie in der Sachsenmetropole ist auf die erwarteten 35.000 Dauerteilnehmer und rund nochmal so viele Tagesbesucher eingestellt.

So bieten zahlreiche Restaurants in der Fußgängerzone der Innenstadt in diesen Tagen ein spezielles Angebot. Der sogenannte Katholikentagsteller besteht aus einem warmen Gericht und einem alkoholfreien Getränk und wird für sechs Euro angeboten. Ein Schild am Eingang weist zumeist auf das Spezialgericht hin. Wer sich vorab informieren will, kann das im Internet unter katholikentag.de/kt-teller tun. Auch auf der Katholikentag-App sind die Gastronomiebetriebe aufgeführt.

Darüber hinaus gibt es an allen Gassen und auf den zahlreichen Plätzen der Stadt kein Mangel an Möglichkeiten der Verpflegung. Das bekannteste Restaurant der Stadt ist wohl "Auerbachs Keller", der seit 1525 in der Mädler-Passage inmitten der Leipziger Innenstadt existiert und vor allem klassische sächsische Küche serviert. Hier soll auch Goethe während seines Studiums 1765 bis 1768 gesessen und getrunken haben. Die in dem Gewölbe auf Holzbildern dargestellte Faustsage verarbeitete er später in "Faust I".

Älter - nämlich von 1419 - ist nur der "Burgkeller" genau gegenüber auf dem Naschmarkt. Hier hat die Gastro-Kette "Alex" eine Filiale eröffnet. Daneben mangelt es nicht an Fast- und Slowfood, Currywurst und Pizza, Pitas und Nams. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Weltberühmt ist das "Leipziger Allerlei". Das Gemüsegericht haben die Bewohner der Stat der Legende nach zur Zeit der Napoleonischen Kriege kreiert. Sie wollten den Steuereintreibern weismachen, dass sie "nur" Gemüse zu essen hätten und somit bei ihnen nichts zu holen sei. Heute wird es mit Morcheln und Krebsschwänzen veredelt angeboten.

Wer sich dazu ein großes Gose-Bier, jedes obergärige, leicht säuerliche Weißbier gönnt, tut gut daran, im Anschluss noch einen Kaffee zu trinken, um den Nachmittag über aktiv zu bleiben. Auch für den sind die Sachsen ja berühmt. Für die Bachstadt Leipzig wurde ein "Bach-Kaffee" entwickelt, der auch an dessen sogenannte Kaffee-Kantate erinnert. Wasser gibt's umsonst an vielen Ständen auf dem Katholikentag. 

Als Erinnerung an den 100. Katholikentag in Leipzig lassen sich viele Produkte auch mit nach Hause nehmen, Die Katholikentagsshops an zentralen Punkten der Stadt bieten fair gehandelte Waren von regionalen Unternehmen - klimaneutral hergestellt und biologisch angebaut.

jsw/cas

 

 

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