Stichwort Katholikentag

Kirche/Katholikentage

Der Katholikentag feiert in diesem Jahr Geburtstag: Seit dem ersten Katholikentreffen 1848 in Mainz hat es 100 dieser Versammlungen katholischer Laien und Verbände gegeben. Sie finden in der Regel alle zwei Jahre in wechselnden Städten statt. Zuletzt war 2014 Regensburg an der Reihe, der 100. Katholikentag wird jetzt in Leipzig, der 101. Katholikentag soll 2018 in Münster stattfinden.

Die Zusammenkunft wird jeweils vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und dem gastgebenden Bistum organisiert, in Leipzig also vom Bistum Dresden-Meißen. Auf den Veranstaltungen diskutieren zehntausende Christen über kirchliche und gesellschaftspolitische Themen und feiern Gottesdienste.

Die Geschichte der Katholikentage reicht bis 1848 zurück. Von ihnen gingen immer wieder Impulse  für Kirche und Gesellschaft in Deutschland aus, etwa für die Entwicklung einer katholisch-sozialen Bewegung, die katholische Soziallehre oder für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. In nationalsozialistischer Zeit gab es keine Katholikentage. Das 1933 geplante Treffen wurde abgesagt, nachdem es von einer "Treueerklärung für Führer und Reich" abhängig gemacht worden war. In den 1980er Jahren prägten Themen wie Frieden und Umweltschutz sowie ökumenische Fragen die Treffen.

Neben den Katholikentagen und den Evangelischen Kirchentagen - ebenfalls im Zwei-Jahres-Rhythmus - gab es bisher zwei Ökumenische Kirchentage: 2003 in Berlin und 2010 in München. 

cas

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