Friedensbotschaft weitertragen

Ein Rückblick von Thomas Sternberg

Der Präsident des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) zieht rund einen Monat nach dem Katholikentag ein positives Feedback: "Ja: 'Münster kann Katholikentag'!"

In Münster haben wir das neue Hundert der Deutschen Katholikentage gut begonnen. Die Mitglieder und Mitarbeitenden des ZdK trafen hier auf einen gut vorbereiteten Boden: einen gastfreundlichen Bischof, hoch motivierte Frauen und Männer des Diözesankomitees, engagierte Haupt- und Ehrenamtliche.

In Münster haben viele zehntausend Menschen ein freundliches Bild erlebt. Die Tage zeigten eine katholische Kirche, die zwischen Glaube und Bekenntnis, Beten und Handeln, Politik und Theologie keine Trennungslinien zieht. Es wurde gestritten über aktuelle Themen in Politik und Kirche, im Land und in der Welt, in der Gesellschaft und in den Familien.

Die kulturellen Veranstaltungen von den Ausstellungen bis zu Konzerten und Lesungen waren kein Rahmenprogramm, sondern zeigten Zugänge zum Leitwort auf besonders eindringliche Art. Und Gebet, Liturgie, Feier und Frömmigkeit: Sie sind die selbstverständliche Mitte des Treffens.

Der Blick war ökumenisch und interreligiös und der Horizont weitete sich konsequent in die Eine Welt und auf Menschen gleich welcher Herkunft und Auffassung.

"Suche Frieden", das ist die biblische Regel für alle, die ein gutes Leben führen wollen. Das Leitwort wurde in seinen politischen und persönlichen Aspekten erwogen, diskutiert, bedacht. Für viele werden die Begegnungen mit vielleicht anders Denkenden, aber gleich glaubenden Menschen das Zentrum der wunderbaren Tage gewesen sein.

Vom 101. Deutschen Katholikentag bleibt der Auftrag, den Geist dieses Ereignisses, das Erlebnis der Gemeinschaft und die Botschaft des Friedens von Münster weiter zu tragen.

Text: Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken
Foto: Benedikt Plesker

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