Nicht ohne mein...

Drei Gegenstände, die im Gepäck nicht fehlen dürfen

Drei Gegenstände, die im Gepäck nicht fehlen dürfen

Nicht ohne mein...

von Deborah Kölz und Luisa Gruber

Nach der Ankunft in den Gemeinschaftsunterkünften heißt es Auspacken und Kennenlernen. Neben Luftmatratze, Feldbett und Schlafsack sind für jeden Katholikentags-Besucher ganz unterschiedliche Dinge unverzichtbar.

Kopfkissen, Taschenlampe und Programmheft

"Wir sind aus Rheinberg angereist, da wo die Claudia Schiffer herkommt", scherzt Andrea mit den Mitgliedern ihrer Gemeinde. Bei ihrem zehnten Katholikentag nimmt die 40-Jährige mittlerweile vieles mit Humor. Ob heimlich mitgebrachte Babykatzen in der Gemeinschaftsunterkunft oder Luftmatratzen, die in der Nacht stündlich neu aufgeblasen werden: Andrea hat schon alles erlebt und ist somit gut vorbereitet. Taschenlampe und Programmheft mussten deshalb auf jeden Fall mit in die Tasche. "Ansonsten erhoffe ich mir einfach eine nette Unterbringung und eine Mütze Schlaf." Hierfür ist Andreas' Kopfkissen der treuste Begleiter in zehn Jahren Katholikentag.

Sonnenhut, Kuschelrobbe und Stoffhase

In einer Schule mit vielen anderen Leuten zu schlafen, findet die sechs-jährige Sophia schon ziemlich spannend. Mit ihren Eltern und Geschwistern aus Hameln ist sie schon zum zweiten Mal bei einem Katholikentag. Vor allem freut sie sich auf das Konzert der "Alten Bekannten" am Freitagabend und auf das Spielen in der Sonne. Dabei dürfen ihre Kuscheltiere Pierre, Robbi und Ginger sowie ihr Sonnenhut auf keinen Fall fehlen. 

Rasierer, Fotoapparat und Geschirr

"Ich möchte, dass meine Kinder den Katholikentag als genauso bereichernd empfinden, wie ich", schwärmt Klaus. Zum elften Mal ist der 49-Jährige mittlerweile beim Katholikentag, zum ersten Mal mit seinen Kindern Neele und Felix.  Die neuen gemeinsamen Erlebnisse wird Klaus mit seinem Fotoapparat dokumentieren. Für ihn sind die Fotos seine Erinnerungsanker. Das Geschirr und der Schlafsack sind da eher Mittel zum Zweck. Das einzige, was Klaus auch nach elf Jahren noch hasst, ist das morgendliche lange Warten in den gemeinschaftlichen Waschräumen, wenn er sich rasieren möchte. Deshalb steht er die nächsten Tage schon um kurz vor fünf auf. 

Programmheft, Notizbuch und Trinkflasche

Für Barbara aus Gladbeck liegt der letzte Katholikentag mittlerweile 24 Jahre zurück, aber die Erinnerungen an das Gemeinschaftsgefühl sind geblieben. Deshalb gehört für sie auch mit 45 Jahren die Übernachtung in der Gemeinschaftsunterkunft einfach dazu. Es erinnert Barbara an ihre Jugendzeit. Zum 101. Katholikentag begleiten sie jetzt ihre zwei Kinder und ihre Schwester. Sie freut sich auf die vielen Programmpunkte und hat sich mit ihrem Wegweiser schon ordentlich vorbereitet. Ohne ihre bunt bestickte Trinkflasche und das kleine ledere Notizbuch verlässt Barbara die Gemeinschaftsunterkunft aber nicht. 

Brille, Besteck und Smartphone

Nach vier Stunden Fahrt reist Jakob heute zu seinem ersten Katholikentag an. Der 14-Jährige ist gespannt auf viele neue Erlebnisse und kommt ohne große Erwartungen in die Gemeinschaftsunterkunft. "Solange ich schlafen kann, ist mir ganz egal, wo". Um die Vielfalt des Katholikentages auch mit allen Sinnen erleben zu können, musste Jakobs Brille ebenfalls die Reise antreten. Aber auch sein Handy und das Bundeswehr-Besteck will er die nächsten vier Tage nicht missen. 

Regenjacke, Zahnbürste und Haarbürste

Leute die schnarchen, das ist Marias größte Befürchtung in der Gemeinschaftsunterkunft. Trotzdem gehört es für die 20-Jährige zum Gefühl des Katholikentages dazu. "Man lernt immer wieder neue Leute kennen, es ist ein kleines Abenteuer." Maria ist mit duzenden Verwandten und Bekannten aus dem eine Stunde entfernten Ahaus angereist. Um Münster gebührend zu erkunden, haben sie sogar ihre Fahrräder in einem Pferdeanhänger hergebracht. Aber auch ihre pinkfarbene Haarbürste, eine Regenjacke und die Zahnbürste dürfen in den kommenden vier Tagen nicht fehlen. 

Fotos: katholikentag.de / Deborah Kölz

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