Kirchenaustritt - oder nicht?

Podiumsdiskussion

von Oliver Römer, Simon Güttler und Isabella Sunkovsky

Kirchenaustritt – Ja oder Nein? Wie muss sich Kirche verändern, damit Menschen bleiben und eben nicht austreten? Die Diskussion darüber ist zweifellos wichtig und dringend notwendig. Diese Diskussion auf dem Katholikentags zu führen, scheint jedoch auf den ersten Blick gewagt. Bei einer Podiumsdiskussion unter dem Thema "Kirchenaustritt – oder nicht? Wie Kirche sich verändern muss" in der Marienschule in Münster gingen die Diskutanten das Wagnis heute ein.

Für Ulrich Engel (Theologe, Lehrer und Priester) ist es besonders wichtig, weniger zu werten. Es sollte vor allem unter den Kirchenmitgliedern keine Missgunst denen gegenüber dargebracht werden, die ihren Glauben lieber mit sich selbst teilen und seltener in die Kirche gehen. "Sakramente sind Geschenke und keine Belohnung für 'gutes katholisches Verhalten'", sagte Engel.

Für das Bistum Essen diskutierte Generalvikar Klaus Pfeffer auf dem Podium. Das Bistum Essen hat zum Thema "Kirchenaustritt" eine Studie durchgeführt. Dabei wurden nicht nur die Mitglieder der Kirche befragt, die "noch da sind", sondern vor allem die Beweggründe der Ausgetretenen erfragt. Studentin Tabea Zorn trug einen Teil dieser in der Studie erfassten Begründungen vor. Klaus Pfeffer sagte, dass seiner Meinung nach auch viele Kirchenmitglieder, die (noch) nicht ausgetreten sind, diese Auffassungen teilen. Nur trauten sich die meisten nicht, das zu sagen.

Die Podiumsmitglieder waren sich einig, dass Kirche sich ändern müsse. Es werde Zeit die Pluralität in der Kirche anzuerkennen, denn es gebe nicht nur den einen richtigen Weg zu glauben. Den individuellen Weg zu Gott zu finden, stehe dabei im Vordergrund.

Was muss sich in der Kirche ändern? Oder soll alles bleiben, wie es ist? Teil uns deine Meinung auf Facebook mit!

Foto: katholikentag.de / Oliver Römer, Simon Güttler und Isabella Sunkovsky

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