Süße Speisung für die 50.000

Meldung

Eine süße Aufmerksamkeit wartet auf die Besucher des 100. Deutschen Katholikentags: Die Leipziger Bäckereikette Lukas hat eigens einen "Zuckerfisch" gebacken, der während des Christentreffens in den mehr als 20 Filialen des Unternehmens verkauft wird.

Das Gebäck soll Zeichen der Ökumene und der christlichen Offenheit sein, sagt Lukas-Sprecherin Henriette Pfaender. "Es ist ein sehr klares, einfaches Symbol, aus dem man handwerklich etwas machen kann." Der Zuckerfisch wird ab Donnerstag für 1,25 Euro verkauft. Zunächst sollen 500 Stück produziert werden, am Ende rund 2.000 bis 3.000.

Der Fisch (griechisch "Ichthys") ist ein urchristliches Zeichen. Die Buchstaben des griechischen Begriffs stehen für "Jesus Christus, Gottes Sohn und Erlöser". Der Leipziger Zuckerfisch, aus Pfannkuchenteig gebacken, verbindet zudem Brot und Fisch, die bei der berühmten Speisung der 5.000 im Neuen Testament eine wichtige Rolle spielen. Zucker hat Jesus allerdings nicht vermehrt. "Wir können damit vielleicht einen kleinen Beitrag bei der Speisung der 50.000 Besucher leisten und uns damit als Freunde dieses Festes bekennen", so Henriette Pfaender. Zum Katholikentag werden mehr als 30.000 Dauergäste und viele weitere Tagesbesucher erwartet.

Lukas-Gründer Matthias Grieser ist ebenso katholisch wie Bäckermeister Johannes Stappel. Das Unternehmen bietet normalerweise eine Zuckerbrezel an, die nun bis Sonntag zum Fisch wird. Auf die Idee, sich auf originelle Weise am Katholikentag zu beteiligen, kamen die Verantwortlichen in der Osterzeit, als bei Lukas Osterhasen in Schleifenform angeboten wurden. Wichtig sei gewesen, dass sich alle Christen von dem Fischsymbol als Grußgebäck angesprochen fühlten, betont Sprecherin Pfaender. "Und selbst wer kein Christ ist, sieht am Ende halt einen Fisch."

buc/baj

Bild: Lukas Bäcker Leipzig

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