Eucharistische Prozession auf Fußball-Leinwand

Bildgeschichte

Das Licht Christi, die Schlüssel der Hoffnung und ein Meer von 12.000 Kerzen: Am Abend zu Fronleichnam quoll der Leipziger Augustusplatz über mit Menschen, die den Stationenweg "Light of Christ", eine noch nie dagewesene Form einer Fronleichnamsprozession, als Public-Viewing-Event mitverfolgten.

Erste Station - Vor dem Opernhaus: Hier wurde das Allerheiligste, die konsekrierte Hostie, in einem goldenen Gefäß (Monstranz) den Menschen gezeigt und anschließend von Station zu Station getragen. Erzbischof Stefan Heße aus Hamburg führte die Prozession an. Parallel dazu wurde zu jeder Station jeweils ein Videoclip der Caritas Spenden-Kampagne "Keys of hope", auf einer riesigen Leinwand abgespielt. Gezeigt wurden 19 Flüchtlinge, die ihre Hausschlüssel, das Symbol für ein sicheres Zuhause, in den Händen halten und dabei von ihrem alten Leben in der Heimat erzählen. Die Prozession wurde feierlich auf der Hauptbühne als letzte Station beendet, wo am Sonntag der Hauptgottesdienst stattfinden wird.

Annika (16), Marieke (17) und Klaudia (16) sind mit ihrer Firmgruppe aus Hannover angereist:

"Wir haben uns den Katholikentag als eine geschlossene Veranstaltung auf einem Messegelände vorgestellt. Uns freut es, dass so viele Veranstaltungen frei zugänglich und in der Stadt verteilt sind. Heute Abend sind es besonders die Lichter, die Gemeinschaft, die uns beeindruckt. Die Atmosphäre ist wunderschön."

 

Doris Schmitt aus Berlin ist zum ersten Mal beim Katholikentag und hat sich gleich als Helferin freiwillig gemeldet:

"Ich bin nicht so gern in Menschenmassen, aber dieses Jahr hat es mich gepackt und ich wollte unbedingt dabei sein. Mir gefallen besonders die Stimmung, die vielen Lichter und Lieder. Ich finde das ganz toll."

 

Therese und Reinhart sind evangelische Christen aus Sachsen:

"Wir denken, dass die Kirche in Zukunft eine Einheit sein wird. Und darum sind wird hier. Die Kerzen sind wunderschön. Auch wir als evangelische Christen finden die Prozession heute Abend ganz beeindruckend."

 

Schwester Rebekka ist mit anderen Ordensschwestern aus ihrem Franziskanerinnenkloster aus Süddeutschland angereist:

"Ich fand es schön, dass so viele zusammen gekommen sind und dabei Jesus in der Mitte war. Dass es eine Feier zu seiner größeren Ehre gewesen ist".

 

Christian Neeß (33) ist Dekanatsreferent und Diakon der evangelischen Christuskirche in Bad Neustadt (Bayern). Er ist mit einem Dutzend Jugendlicher aus seiner Pfarrgemeinde als Helfer in Leipzig dabei. Nach der Prozession verspendeten sie Katholikentagschals und sammelten Spenden für humanitäre Projekte:

"Beim Evangelischen Kirchentag in Stuttgart haben wir auch als Helfer mitgemacht. Seitdem hat uns das Kirchentags-Fieber gepackt und nicht mehr losgelassen. Und deshalb sind wir auch beim Katholikentag wieder dabei".

 

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