
Das macht doch auch viel mehr Spaß!
Mitmachprogramm für alle Generationen geplant
Das Kinderprogramm früherer Katholikentage wird in Mannheim zu einem Mitmachprogramm für alle Generationen weiterentwickelt. Im Zentrum Generationen und Familien in der Eberhard-Gothein-Schule soll so auch spielerisch erfahrbar werden, was unterschiedliche Lebensalter gemeinsam schaffen können. Zur Vorbereitung trafen sich nun 50 Schülerinnen und Schüler der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik Freiburg mit den Seniorinnen und Senioren der Kolpingsfamilie Ketsch zu einem zweitägigen Vorbereitungsworkshop in Mannheim und Freiburg.
Gedränge an der Button-Maschine: Am Beginn der zwei Projekttage zur Vorbereitung des intergenerativen Mitmachprogramms hatten die "Jungen" und die „Alten“ füreinander Namens-Buttons gestaltet und konnten dabei schon viel voneinander erfahren. Irene Burkhard, Vorsitzende der Kolpingsfamilie Ketsch, war sich von Anfang an sicher, dass sich die verschiedenen Generationen gut verstehen werden: "Bei uns in der Kolpingsfamilie ist es selbstverständlich, dass wir alle Altersstufen mitnehmen. Das macht doch auch viel mehr Spaß!" Und so saßen beide Gruppen auch schon bald bunt gemischt zusammen.
Rudolf Mazzola, der Vorsitzende des Arbeitskreises Zentrum Generationen und Familien, hatte die Idee, das üblicherweise eher auf Kinder zugeschnittene Mitmachprogramm des Katholikentags für alle Generationen zu öffnen. Sein Ziel ist es, dem gemeinsamen Tun und Erleben von Jung und Alt Raum zu verschaffen. "Das Katholikentagsleitwort 'Einen neuen Aufbruch wagen' bedeutet für mich, auch zu überlegen, wie wir zu einem besseren Miteinander der Generationen kommen können. Das Verständnis für einander wächst, wenn sich die Generationen gemeinsam erleben und miteinander etwas gestalten."
Die eigentliche Vorbereitungsarbeit während der beiden Projekttage erfolgte in mehreren Teams. Barbara Mößner und Judith Weber, beide Lehrerinnen an der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik Freiburg, hatten sich einiges einfallen lassen: Schon lange vorher hatten sie die Schülerinnen und Schüler gebeten, Material zu sammeln. Daraus werden auf dem Katholikentag Hüte gestaltet - außergewöhnliche Kreationen für Spieler, Denker, Spinner oder Träumer, Kinder oder Erwachsene, Frauen oder Männer. An einem anderen Tisch wurden unter dem Titel "Nistkästen für Ideen" Meisenkästen zusammengebaut, deren Bausätze aus der Behindertenwerkstatt des Caritasverbandes in Neustadt im Schwarzwald stammen. Am zweiten Projekttag kam sogar extra ein Mitarbeiter der Werkstatt nach Freiburg, um zu zeigen, wie die Kästen montiert werden. Für das gute Miteinander der Generationen sprach, dass die Schülerinnen genauso mit dem Akkubohrer hantierten wie die Handwerker der Kolpingsfamilie und einige Kolpinger die Nistkästen kunstvoll bemalten wie die Schülerinnen und Schüler.
Eine weitere Gruppe überlegte sich für den Katholikentag unterhaltsame Spielstationen. Dabei entdeckten die Jüngeren alte Brettspiele aus Omas Zeiten und konnten zugleich die Älteren für moderne Strategiespiele begeistern. Vorbereitet wurde auch offenes Singen mit dem Liedermacher Georg Mattes und ein Überraschungsmenü, bei dem die Besucherinnen und Besucher bei verschlossenen Augen ihr kleines blaues Wunder erleben können.
Am Ende der beiden Tage resümierte Rudolf Mazzola in seinem Schlusswort: "Wenn sich die Katholikentagsbesucher von dieser tollen Stimmung anstecken lassen, haben wir viel geschafft!" Und beim Gehen riefen sich einige zu: "Wir sehen uns in Mannheim auf dem Katholikentag!"
Text: cku / glx
Bild: Lukas Späth




